Durch europäische Städte - Paris

Einige Gemalde in Musée d’Orsay:

Claude Monet:

- Le déjeuner sur l'herbe
- Le pont d'Argenteuil
- Nymphéas bleus
- Argenteuil
- Champs de tulipes en Hollande
- Régates à Argenteuil
- La cathédrale de Rouen

Pierre Auguste Renoir:

- La liseuse
- Grand nu
- Richard Wagner
- Ode aux fleurs
- Nu
- Jeune femme nue en buste
- Nu couché, vu de dos
- La toilette: femme se peignant
- Odalisque dormant
- Madame Georges Charpentier

Edgar Degas:

- Danseuses
- La sortie du bain
- Deux danseuses au repos
- Femme se coiffant
- Deux baigneuses sur l'herbe
- Ballet
- Fin d'arabesque

Rue de Rivoli - Paris, Frankreich
Blick vom Pont des Arts
Blick vom Pont des Arts

Institut de France
Institut de France

Ende Mai 2007 reisten wir kurz nach Paris.

Es war nicht unser erster (und hoffentlich nicht der letzte) Besuch von der Stadt. Die Stadt, die mich immer mit ihrer besonderen romantischen, literarischen, künstlerischen Aura angezogen hat.

An diesem Tag wurden wir stets vom Regen verfolgt. Daher war unser Spaziergang mit der Kamera durch die Stadt nicht ganz gelungen. Trotzdem sollte man versuchen, auch bei diesem Wetter das Beste daraus zu machen.
Aus dem Quartier Latin gingen wir über die Brücke Pont des Arts zum rechten Ufer der Seine, zu der Rue de Rivoli.

Arkaden der Rue de Rivoli
Arkaden der Rue de Rivoli

Kirche St. Germain-l'Auxerrois
Kirche St. Germain-l'Auxerrois

Die Arkaden von der Rue de Rivoli sind bestens dafür geeignet, durch die Stadt im Regen spazieren zu gehen. Um so mehr, dass die Straße selbst sehr interessant ist für ihre Sehenswürdigkeiten und Entstehungsgeschichte.

Napoleon, als er 1801 Erster Konsul der Republik Frankreich war, ließ eine Straße parallel zur Seine nach dem Vorbild des Place des Vosges bauen. Ein paar Jahre später war der erste Abschnitt mit berühmten Arkaden entlang dem nördlichen Flügel des Louvre fertig. (Der Nordflügel existirte damals jedoch noch nicht.)
Rue de Rivoli wurde so benannt zu Ehren des Napoleon's Sieges über die Österreicher im Jahre 1797 bei der Stadt Rivoli in der Nähe von Verona in Italien.

In der Rivoli befindet sich das Hôtel de Ville (Pariser Rathaus), der berühmte Turm Saint-Jacques - alles, was von der gotischen Kirche Saint-Jacques-la-Boucherie übrig blieb. Hiervon gingen einst die Pilger los auf den "Jakobsweg" nach Santiago de Compostela.

Eine große Anzahl von Geschäften, darunter das berühmte Kaufhaus La Samaritaine, machen Rivoli ebenso interessant für die Shopping-Touristen.

Wenn man Rue de Rivoli weiter westlich geht, in Richtung Champs Elysees auf der linken Seite sieht man Louvre. Aber noch vor Louvre, vor seinem östlichen Flügel, auch von unserem Schutz vom Regen aus - unter den Rivoli-Arkaden - ist der Glockenturm der Kirche Saint-Germain l'Auxerrois deutlich sichtbar.
Diese Kirche war einst Hofkirche von französischen Königen, die im Louvre wohnten. Gerade von hier gab die Sturmglocke das Signal zur Eliminierung der Hugenotten - der Anfang der berüchtigten Bartholomäusnacht.
Allerdings war es nicht der große Turm, den man in dem Bild sehen kann sondern ein kleiner Glockenturm auf der anderen Seite der Kirche.

Erbaut in der Spätgotik ("Flamboyant") die Kirche Saint-Germain l'Auxerrois ist dem St. Germain von Auxerre geweiht. St. Germain war der Bischof der Stadt Auxerre, die etwa auf halbem Weg zwischen Paris und Dijon liegt.
(Die Stadt produziert, übrigens, den berühmten Wein Chablis.)

Am Louvre
Am Louvre

U-Bahnstation
U-Bahnstation "Musée du Louvre"

Wir bewegen uns weiter auf die Rue de Rivoli (im Regen) und gehen am nördlichen Flügel des Louvre entlang, der ist gebaut in der Mitte des 19. Jahrhunderts im Einklang mit der Rue de Rivoli.

Für mich ist der Louvre in erster Linie ein Ort, an dem D'Artagnan aus den Händen der Queen Ring erhalten hatte - eine Belohnung für die damalige Zeit brachte ihr Diamantknöpfe.

Einst als Festung, dann als Königspalast umgebaut hatte der Louvre bereits im Jahre 1793 wurde ein Museum für die Öffentlichkeit zugänglich gebaut. Doch das ist viel später passiert.

Heutzutage ist dieses Museum, wenn auch nicht das weltgrößte nach Fläche (das dritte nach dem Metropolitan Museum of Art in New York und dem St. Petersburger Eremitage), aber das meistbesuchte Museum in der Welt.

Kolonnade im Palais Royal
Kolonnade im Palais Royal

Colonne Vendôme
Colonne Vendôme

Im Palais Royal war d'Artagnan bekanntlich auch eingeladen - Kardinal Richelieu zu besuchen. Damals war der Palast eigentlich Kardinalpalast benannt, weil er für den Kardinal gebaut wurde.

Nach dem Richelieu's Tod überging der Palast in den Besitz der Krone. Königin Anna hat sich hier mit dem jungen Ludwig XIV. niedergelassen, dann wohnte hier Kardinal Mazarin.
Herzog Philippe d’Orléans eröffnet die Gärten des Palastes für Besucher, sowie ließ die Kolonnade errichten.

Im Theater des Palais Royal hat Molière seine Theaterstücke inszeniert. Später wurde ein Teil des Palastes durch das neue Gebäude des Theaters Comédie Française ersetzt.

Zu Place Vendome
Zu Place Vendome

Zu Place de la Concorde
Zu Place de la Concorde

Wir gingen aus dem Palais Royal, verließen die Rue de Rivoli und gingen die Rue St. Honore entlang.

Wir wollten gerne abbiegen hier, an der Ecke der Rue St. Honore und rue Castiglione, zum Place Vendome gehen und wieder mal um diesen wunderbaren "Ballsaal" von Paris herum spazieren.

Ausgerechnet in dem Moment wurde der Regen stärker und wir mussten wieder zurück auf das linke Seine-Ufer - weiter entlang der Rue St. Honore und links auf die Rue Royale, über den Place de la Concorde.

Im hellen Haus auf der rechten Seite der rue Royale - das legendäre Pariser Restaurant Maxim's. (Was würde ich tun, wenn ich an dem Tag das wußte?)

Restaurant Maxim's wurde 1893 als Bistro von einem ehemaligen Kellner Maxime gegründet. Bereits beim nächsten Besitzer wurde es eines der beliebtesten und elegantesten Restaurants in Paris.

Zu den berühmten Gästen zu Beginn des XX. Jahrhunderts zählten Jean Cocteau, Eduard VII. und Marcel Proust. Besonders beliebt war Maxim's in den fünfzigen Jahren. In den 70-n Jahren waren hier Brigitte Bardot, John Travolta, Jeanne Moreau, Barbra Streisand zu Gast.

Heute gehört das Restaurant dem Pierre Cardin.