Durch europäische Städte - Siena

Ockerfarbe - Siena, Italien
Sienas Dächer
Sienas Dächer

Vicolo del Forcone
Vicolo del Forcone

Wir haben bereits mehrmals in Italien Urlaub gemacht, unter anderem in Toskana. Aber nach Siena konnten wir bis vorher nicht.

Diese Stadt der Ockerfarbe (es gibt sogar Farbenbezeichnung "Terra di Siena"), die südlich von Florenz liegt, ihr mittelalterlich Image behalten hat und eine Menge Kunstwerke beherbergt, wollten wir immer sehen.

Nicht zuletzt deswegen haben wir als Urlaubsort Region Chianti gewählt. Siena, eine Märchenstadt auf drei Hügeln, war nun endlich ein eine Fahrstunde von uns entfernt und wir konnten in aller Ruhe die Stadt erkunden.

Duomo von Siena
Duomo von Siena

Fassadeausschnitt
Fassadeausschnitt

Wir fuhren mehrmals nach Siena vom Städchen Greve, wo wir wohnten. Einer der Ausflüge haben wir dem Dom von Siena, die eine eigene Geschichte verdient, ganz gewidmet.

Dom von Siena (Duomo) offenbart eine Mischung aus romanischen (unterer Teil) und gotischer Architektur (oberer Teil, Fassade). Genau diese Mischung der Stile gibt ihn ganz besonderen Charme und macht ihn zu einem der interessantesten Kirchen in Italien.
1229 wurde es angefangen die Kathedrale zu bauen und der Bau hat über 150 Jahre gedauert. Die Architekten folgten einander. Jeder hinterließ, natürlich, Teil seiner Persönlichkeit und Stil in der Architektur der Kathedrale.

Giovanni Pisano hat den unteren Rang gebaut - drei riesige Arcaden im romanischen Stil.

Außergewöhnlich schöne Fassade der Kathedrale aus weißem Carrara-Marmor, Siena rosa Marmor und dunklen grünen Marmor von Prato wurde von dem Architekten Giovanni di Cecco abgeschlossen.

Der obere Teil der Fassade ist eine reine Gotik. Drei dreieckigen Giebelfelder mit Mosaiken aus dem 19. Jahrhundert, eine Reihe von Skulpturen, großes rundes Glasfenster - die Fassade macht einen unvergesslichen Eindruck.

Das Innere der Kathedrale
Das Innere der Kathedrale

Der Fußboden der Kathedrale
Der Fußboden der Kathedrale

Eingetreten, wir waren zunächst überwältigt von der Schönheit der Innenausstattung und wussten nicht, womit zu beginnen, diese Pracht zu beschauen.

Die Kathedrale macht einzigartig im Interieur, dass alle Wände und Säulen mit Marmor mit horizontalen schwarzen und weißen Streifen ausgekleidet sind, dass Rundbögen getragen von hohen dünnen Säulen sind und dass Steinboden inkrustiert ist. Oben zwischen den Bögen sind zahlreiche Terrakotta-Statuen von den Päpsten plaziert.

Darüber hinaus gibt es ein Marmor-Stuhl von Nicolo Pisano, der Altar von Peruzzi, hölzerne Chorgestühl aus dem 14. Jahrhundert, die Statue von St. Paul (Michelangelo), und von Johannes dem Täufer (Donatello), eine wunderschöne Piccolomini-Bibliothek.

Der eingelegte Marmorfußboden des Doms ist ungewöhnlich für Kathedralen. Im Wirklichkeit ist dies keine Mosaik sondern Marmorschnitzerei. Später wurde die Einlegetechnik mit Benutzung von buntem Marmor eingesetzt.

56 Fragmente des Fußbodens der Kathedrale sind Allegorien, biblische Szenen, Bilder von Propheten und Heiligen.

Der zweite vom Eingang Fußbodenbild im Mittelschiff zeigt die römische Wölfin mit Romulus und Remus. Dies ist das Wappen von Siena. Es wird von Emblemen der Städte Pisa, Lucca, Florenz, Arezzo, Orvieto, Rom, Perugia, Viterbo, Messe, Grosseto, Volterra und Pistoia umgeben.

Die Decke der Bibliothek
Die Decke der Bibliothek

Auf der linken Seite der Kathedrale liegt die Piccolomini-Bibliothek. Im Jahre 1495 gründete sie Kardinal Francesco Piccolomini, der später Papst Pius III wurde. Dieser Raum sollte wirklich dazu verwendet werden, um die Bücher seines Onkels, Papst Pius II., aufzubewahren, so seltsam es heute klingt.

Großer Saal des Bibliothek ist vollständig mit Fresken von Pinturicchio gemalt. Das sind Szenen aus dem Leben von Papst Pius II..
In der Mitte der Halle steht eine Kopie der antiken Skulptur "Die drei Grazien".

Die Decke der Bibliothek wurde ebenfalls von Pinturicchio gemalt.